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Konstruktion der Welt
Wenn wir über die Welt nachdenken, dann „strengen wir
unseren Geist an“. Wir bewerten, kategorisieren, anders ist
Leben nicht möglich - und es ist gut so.
Aber wie viel Wahrheit steckt hinter unseren Interpretationen?
Ein Beispiel aus der Wahrnehmungspsychologie:
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(Rubin‘scher Becher)
Wer hat Recht? Derjenige, der in diesem Bild zwei Gesichter
sieht oder derjenige der eine Vase sieht? Ist der Hintergrund
schwarz oder hellgrau?
Mit einem Lächeln im Gesicht werden Sie sagen „Beides
natürlich, je nach Sichtweise“. Problem gelöst.
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Aber sind Sie genauso gelassen, wenn es um die Frage geht, ob
der Bundeskanzler in Pulli und Gammel-Jeans die Rede zur Nation
halten kann, ob es Gott gibt oder nicht? Ist das nicht auch einzig
und alleine eine Frage der Sichtweise und der eigenen Erfahrungen?
Ein
anderes Beispiel: Sie haben sicher schon mindestens einmal auf einer
Wiese gelegen, sich die Wolken angeschaut und Figuren darin gesehen,
ein beliebtes Kinderspiel.
Hier kann man viele Dinge sehen, einen Schuh, einen Menschen beim
Blumenpflücken, eine blutverschmierte Axt ...
So ist es mit der Welt auch. Wie in einem unendlich komplexen Mosaik
liefert uns die Welt sehr viele Möglichkeiten, Bilder zu sehen.
Wie unterschiedliche diese sind, zeigt uns immer wieder der Vergleich
der Kulturen. Welche Sichtweise welcher Kultur ist die richtige?
Es gibt die Welt da draußen und manchmal sind wir einfach
deren Spielball. Aber es ist keine eindeutige Welt. Wir interpretieren
sie. Das gibt uns eine einzigartige Freiheit, die Welt positiv zu
gestalten. Die Wolke kann etwas Schreckliches sein oder etwas Angenehmes,
das liegt an uns. Wir erschaffen die Welt, die uns beherrscht.
Wenn wir für uns selbst erkannt haben, dass nicht nur unsere
Sicht der Dinge „die richtige“ ist, haben wir einen
gewaltigen Schritt getan in Richtung Gelassenheit, Verständnis
und geistiger Freiheit. Dies führt ganz praktisch zu weniger
Stress und körperlicher Gesundheit [Belege, siehe lit]
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