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Beispiel: Geld

Wer hat recht? Demokrit oder Oscar Wilde?

Das Glück wohnt nicht im Besitze und nicht im Golde, das Glücksgefühl ist in der Seele zu Hause. (Demokrit)
Als ich jung war, glaubte ich, Geld sei das Wichtigste im Leben. Jetzt, wo ich alt bin, weiß ich, dass es das Wichtigste ist. (Oscar Wilde)

Ja, Geld ist wichtig, um unsere Grundbedürfnisse zu sichern, die jedoch wesentlich geringer sind, als viele glauben. Darüber hinaus erzielt "noch mehr Geld“ (und fast alles, was man sich damit kaufen kann) keinen nennenswerten Glücksgewinn, was zahlreiche Studien belegen. Nur einige Beispiele:

  • Die Kaufkraft in Deutschland hat sich in den letzten 50 Jahren etwa verdreifacht, das Level der Zufriedenheit blieb stabil. Dies ist auch in anderen Ländern zu beobachten.
  • Amerikanische „Super-Reiche“ sind im Schnitt nur unwesentlich zufriedener als „Normalbürger“ [lit]
  • Lotterie-Gewinner kehren nach ca. 12 Monaten zu Ihrem ursprünglichen Zufriedenheits-Level zurück (wer vor dem Gewinn unzufrieden war, wird mit den Millionen in der Regel auch wieder unzufrieden sein).
  • Eine weltweite Studie zeigt, dass Entwicklungsländer wie die Phillipinen oder Kolumbien etwa dem gleichen Zufriedenheits-Level leben, wie Westdeutschland [lit]

Warum ist das so, wo doch Geld die Tür zur Welt ist, wir uns alles leisten könnten, endlich machen könnten, was wir wollen?

Eine Gehaltserhöhung teilt das gleiche Schicksal wie ein Orgasmus, Schönheitsoperationen, Shopping oder viele Tage am Strand -> am Anfang toll, dann nutzt sie sich ab. Warum dies so ist, erläutert die Base-level Hypothese (bis zu einem bestimmten Level bringt es mir etwas) und die Smelling-room Hypothese (Gewohntes verliert an Reiz).

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